Die Wurzeln des Judo liegen in verschiedenen Jujutsu-Stilen, die Jigoro Kano (28.10.1860 – 04.05.1938) weiterentwickelte und modernisierte. Dabei ließ er einige traditionelle Jujutsu-Techniken weg und änderte die Trainingsmethoden, sodass alle Bewegungsabläufe mit voller Kraft ausgeführt werden können, ohne den Partner zu verletzen. Trotzdem sind schnelle und eindeutige Siege möglich. Zusätzlich hob Jigoro Kano Ausgewogenheit beim Trainieren von Angriffs- und Verteidigungstechniken stärker hervor. Diese neue, umfassende Sportart bekam den namen Judo - „Der sanfte Weg“.

1882 gründete Jigoro Kano das „Kodokan Judo Institut“ in Tokio und begann dort, Judo zu unterrichten. Noch heute ist es eine internationale Autorität in der Judowelt.

Nach einem Turnier, ausgerichtet von der Tokioter Polizei, bei dem Judokas die meisten der besten Jujutsu-Kämpfer besiegten, wuchs die Popularität von Judo explosionsartig an. Schließlich wurde Judo Bestandteil des Sportprogramms des japanischen Erziehungssystems, womit der Grundstein für den weltweiten Siegeszug gelegt war.

Das Wachstum des Beliebtheitsgrades von Judo lässt sich indirekt auch am Auswachsen der Mattengröße in Kodozan ablesen. So begann das Institut 1882 mit 12 Matten, verdoppelte die Größe schon ein Jahr später und hatte 1890 60 Matten aufliegen. Zum Beginn des 20. Jahrhunderts waren es ca. 400 Matten und Ende der 1950er Jahre vor die Anzahl von knapp 1000 Matten erreicht.

Nachdem Jigoro Kano 1928 den Olympischen Spielen in Amsterdam beiwohnte, entstand bei ihm die Idee Judo in den Kreis der olympischen Sportarten zu bringen. 1936, während der 35. Sitzung des Olympischen Komitees in Berlin, wurde Tokio als Austragungsort für die XII. Olympischen Spiele gewählt. Natürlich wäre Judo dann als Olympische Sportart eingeführt worden. Aber der Krieg gegen China zwang Japan 1937 von der Ausrichtung der Spiele zurückzutreten und Judo wurde dadurch nur im Rahmen einer Vorführung in die XII. Olympischen Spiele eingebunden.

1946 wurde Judo schließlich für Männer eine Olympische Disziplin, 1992 auch für Frauen. Lange Zeit war Judo die einzige asiatische Kampfsportart, die den Sprung zum offiziellen Medaillensport geschafft hatte.

Die Überwindung von überlegener Kraft oder Größe, sowie die Nutzung von Hebelwirkung, Balance und Schwung gewannen an Bedeutung.

Ebenso viel Gewicht legte Jigoro Kano auf die Entwicklung der mentalen Kräfte, der Moral und des Charakters.

So wurden Seiryokou zenyo (maximale Leistungsfähigkeit) und Jita Kyoei (gegenseitige Fürsorge und Nutzen) die wichtigsten Prinzipien.

Systematisiert wurde das Ganze durch die Einteilung in NAGE-WAZA (Wurftechniken) und KATAME-WAZA (Bodentechniken), welche OSAEKOMI-WAZA (Haltetechniken), SHIME-WAZA (Würgetechniken) und KANSETZU-WAZA (Hebeltechniken) beinhalteten.

Zumindest in Europa wird der Kenntnisstand der Sportler durch bunte Schüler (Kyu)‑Gürtel und schwarze, bzw. rot-weiße Meirto (Dan)-Gürtel ausgedrückt. Von den Trägern des schwarzen Gürtels wird erwartet, dass sie sich mit allen Aspekten des Judo auseinandersetzen und entsprechend vorbildliche Charaktereigenschaften an den Tag legen. Durch die Ausgeglichenheit zwischen Erziehung und Körpertüchtigung, Verteidigung und Angriff sowie Niederlage und sieg ist es besonders für Kinder und Jugendliche eine gute Sportart. Sie fordert Körper und Geist und macht dabei auch noch sehr viel Spaß!

Heute findet das Judotraining in unterschiedlichen Formen, entsprechend den unterschiedlichen Interessen der Judokas statt. Einige Schüler trainieren auf Wettkämpfe hin, um möglichst effektiv an Turnieren teilnehmen zu können. Andere Schüler beschäftigen sich mit der traditionellen Form (Kata) von Judo. Wieder andere betreiben Judo als Methode der Selbstverteidigung und greifen auch wieder einige Jujutsu-Techniken auf.

Wie bei den meisten großen Sportarten werden die Interessen durch eine international maßgebende Organisation, die „International Judo Federation (IJF)“ und untergeordnete nationale Verbände vertreten, die Wettkampfregeln sind weltweit relativ einheitlich gehalten.

„Es ist nicht wichtig besser zu sein als jemand anderes, aber es ist wichtig
besser zu sein als gestern!“

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