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4. Kampftag Buli Männer 2011 PDF Drucken E-Mail

Geschrieben von: Franziska Enkelmann   
Donnerstag, den 02. Juni 2011 um 17:31 Uhr

Bittere 9:4 Niederlage gegen Rüsselsheim

Vor der Begegnung gegen Rüsselsheim war auch diesmal klar, dass Großhadern wieder auf einige Leistungsträger verzichten musste.

So waren unter anderem Tobi Englmaier als auch unsere Schweden aufgrund des Grand Prix Turniers in Moskau nicht verfügbar. Zusätzlich fehlten Maxi Forstmair und Valentin Larasser aufgrund noch anstehender Abiturprüfungen. So ergab die Aufstellung des ersten Durchgangs bereits eine Reihe von Schlüsselkämpfen. Es begann wieder mit einem starken Florian "Lucky" Lackner, der gegen den Briten Danny Williams ein Unentschieden erkämpfte, wobei Lucky in der Begegnung der offensivere Kämpfer war. Danach siegte Christian David mit einem schönen Ippon für Seoi-nage gegen Schinbaev. So langsam stiegen die Hoffnungen, dass es so weitergehen könnte. Doch leider gaben wir mit Stefan Friedrich, der mit zwei Shido gegen den routinierten Manuel Müller verlor und Julian Kolein, der nach einer Waza-ari Führung noch gegen Frank Conrad unterlag, zwei der erwähnten Schlüsselkämpfe ab. Anschließend kämpfte Tobi Madl engagiert gegen den Belgier Gascard, verlor aber mit Ippon für Te-Guruma. Daniel Nussbächer konnte im Schwergewicht endlich einen Sieg für einen schönen Harai-Goshi einfahren. Den letzten Kampf im ersten Durchgang bestritt Simon Glockner gegen den unangenehmen Linkskämpfer Dominik Hofmann. Geschickt konnte Dominik Hofmann einen Uchi-mata Ansatz von Simon kontern und erhielt dafür einen Ippon. Somit stand es nach dem ersten Durchgang 4:2 für Rüsselsheim.

Damit war die Ausgangslage für den zweiten Durchgang klar, es mussten 5 Punkte her, wollten wir nicht mit einer Niederlage aus Rüsselsheim abreisen. Den ersten Kampf bestritt wieder Lucky, der souverän gegen Sebastian Apitz gewann. Danach kämpfte Christian David gegen Tentore Masmanidis. Leider verlor Christian mit zwei Waza-ari für Uchi-mata. Bis 73 kg machte dann Tobias Jung einen guten Kampf gegen Manuel Müller. Eine Gewichtsklasse nach oben gerückt, war der Gewichtsunterschied im Verlauf des Kampfes zu groß, so daß Tobi mit Haltegriff verlor. Im anschließenden Kampf bis 66 Kg kam es zur Revanche zwischen Julian Kolein und Frank Conrad und Julian ging wieder für einen schönen Fußfeger mit Waza-ari in Führung. Leider verlor Julian auch diesen Kampf am Ende durch einen Haltegriff. Christoph Köberlin konnte zu seinem Kampf aufgrund einer Schulterverletzung nicht antreten. An diesem Beispiel wird die aktuelle schwierige, personelle Situation unser Bundesligamannschaft deutlich. Wir mussten bis 60 kg wechseln, um die vorgeschriebenen 3 Kämpfer auszuwechseln, hatten aber leider auch keinen anderen Kämpfer zur Verfügung. Shyunichi Saito siegte anschließend im Schwergewicht mit einem blitzsauberen Uchi-mata gegen Robert Rockenfeller. Im letzten Kampf bis 90 kg kam es ebenfalls zu
einer Neuauflage der Begegnung Simon Glockner gegen Dominik Hofmann. Aus einer offenen Situation heraus attackierte Hofmann Simon mit einem O-Uchi-Gari, bei dem sich Simon noch auf den Bauch wegdrehen konnte. Dabei fiel er aber unglücklich auf die Schuler, so dass Simon den Kampf verletzungsbedingt aufgeben musste. Somit stand es am Ende 9:4, Sieg für Rüsselsheim, eine der Mannschaften, gegen die wir unbedingt gewinnen wollten, um nichts mit den Abstiegsplätzen zu tun zu haben.

Die Bilanz der ersten vier Begegnungen vor der "Sommerpause" fällt somit gemischt aus. Nach dem fantastischen Auftaktsieg gegen Leipzig folgten bittere Niederlagen gegen Esslingen, Abensberg und Rüsselsheim. Fest steht, dass wir uns in der Rückrunde deutlich steigern müssen, um den Klassenerhalt sicher zu halten.
Das Potential dazu steckt in der Mannschaft!

 

Gegendarstellung zum 3. Kampftag in Grosshadern:

  1. Die erwähnte „Rumpftruppe“ vom Rekordmeister war ergänzt mit Olympiasieger, Welt- und Europameistern, durch deren Anwesenheit der Kampftag ein zusätzliches hochklassiges Niveau erhielt.
  2. Abensberg hat noch nie gegen den Olympiastützpunkt München gekämpft, dort hätten sie dann gegen ihre eigenen Kämpfer, die dort wegen der guten Trainingsbedingungen trainieren, antreten müssen (z.B. Chris Völk, Sebastian Seidl, Philip Graf etc.).
  3. Die Bundesligamannschaft des TSV Grosshadern ist eine reine Vereinsmannschaft.
  4. Tobi Madl ist nicht 20, sondern gerade siebzehn Jahre alt geworden.
  5. Der zitierte Hallensprecher sprach von möglichen „spannenden“ bayerischen Duellen, nicht von „schönen“.
  6. Der „hämische“ Bericht auf der BJV-homepage stammt von einer unabhängigen, aber seriös recherchierenden Journalistikstudentin von der TU München, die unter anderem auch aus einem längeren Gespräch mit Trainer Radu Ivan zitiert hat und selber nicht Mitglied im TSV München-Grosshadern ist. 

 

 
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